Europäischer Solarpreis geht in die Schweiz

Manuel Pestalozzi
16. december 2020
Foto: Thomas Aus der Au

Peter Felix hat mit seinem Team ein historisches Haus im Engadiner Stil umgebaut. Im Zuge dessen wurde das Gebäude technisch auf den neusten Stand gebracht – dafür gab es nun den Europäischen Solarpreises 2020.

„Uns reizte die Verbindung von Innovation und Tradition“, sagte uns Peter Felix, Inhaber der Felix Partner Architektur AG, als wir ihn im Rahmen unserer Rubrik „Bau der Woche“ für Swiss-Architects befragten. Nun wurde sein Team für diesen Ansatz und dessen erfolgreiche Implikation von der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar ausgezeichnet. Diese würdigt immer zum Jahresende Projekte und Initiativen, die sich um die Nutzung erneuerbarer Energien besonders verdient gemacht haben. Das Haus in Latsch im Albulatal erhielt eine der neun Auszeichnungen und zwar in der Kategorie „Solar architecture and urban planning“.

Foto: Thomas Aus der Au
Foto: Thomas Aus der Au

Ein ausgefeiltes Energiekonzept und der Einsatz moderner Haustechnik machten aus der einstigen Ruine im intakten Bergdorf ein Nullenergiebilanzhaus. In die Dachhaut sind 20 Quadratmeter Kollektoren sowie 130 Quadratmeter Photovoltaik-Module integriert. Fünf bis zu 260 Meter tief in den felsigen Untergrund gebohrte Erdsonden dienen als Medium für eine Wärmepumpe mit 30 Kilowatt Leistung. Das alte Haus ist damit zu einem regelrechten Kraftwerk geworden: Der Solarstrom deckt über das ganze Jahr hinweg den gesamten Bedarf von Wärmepumpe und Bewohnern. Überschüssige Energie aus den Sommermonaten wird über die Erdsonden im Fels gespeichert. Im Winter steht sie klimaneutral wieder zur Verfügung.


Über klimagerechtes Bauen diskutierten Martin Haas, Verena Konrad sowie Friederike Kluge und Meik Rehrmann in unserem fünften D-A-CH-Gespräch

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