5*-Superior-Golf- und Wellness-Resort Der Öschberghof

Donaueschingen
Foto © Öschberghof GmbH
Foto © Felix Löchner
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Foto © Öschberghof GmbH
Foto © Felix Löchner
Foto © Öschberghof GmbH
Manufacturers
iGuzzini
Ubicación
Donaueschingen
Año
2019
Cliente
Öschberghof GmbH
Lighting Design
Nothold Lighing Design
Architecture
Allmann Sattler Wappner . ArchitektenGmbH

Nach Modernisierung und Erweiterung des Resorts der Öschberghof standen die öffentlichen Bereiche im Fokus der Lichtplanung. Mit nur drei formal kompatiblen Produktfamilien, die sich so ruhig und klar wie die Architektur zeigen, gelang Notholt Lighting Design in enger Zusammenarbeit mit den Architekten und Innenarchitekten die Grund- und Akzentbeleuchtung des gesamten Resorts.

Ein zauberhaftes Fleckchen Erde hat Karl Albrecht sich ausgesucht, als er 1976 in der Nähe des Zentrallagers seines Unternehmens Aldi Süd im Schwarzwald-Baar-Kreis einen Golfplatz kaufte. Auf dem großen Areal am Stadtrand von Donaueschingen schweift der Blick über die sanft hügelige, satte grüne Landschaft, die mit inzwischen drei Golfplätzen 45-Loch zur Verfügung stellt. Das bescheidene Clubhaus hatte der passionierte Golfer anfangs nur ein wenig erweitern wollen, doch dann entstand daraus ein Hotel mit 73 Zimmern und Badelandschaft, das als Vier-Sterne-Resort schnell zahlreiche Gäste anlockte. 30 Jahre später ließ der seinerzeit bereits 86-jährige Unternehmer die Badelandschaft zu einem beachtlichen Spa mit einem 25-Meter-Pool ausbauen.

Zitat an ein Gehöft

Im Laufe der Jahrzehnte war durch die stetige Erweiterung des Resorts eine unübersichtliche Gebäudeorganisation entstanden, deren lange Erschließungswege personalintensive Abläufe erforderten. Als das Ensemble weiter wachsen sollte, war eine neue Struktur auf der Basis eines klar ablesbaren Organisationsprinzips erforderlich. Die mit insgesamt 35.000 qm Bruttogeschossfläche beachtliche Aufgabe der Erweiterung und Modernisierung legten die Verantwortlichen im Anschluss an ein Gutachterverfahren in die Hände der Münchner Architekten Allmann Sattler Wappner. Deren Entwurf hatte u.a. mit einer Orientierung an den

dezenten Bestandsbauten, mit der feinfühligen Verschmelzung von Architektur und Freiraum und einer professionellen Logistik überzeugt.

So ist das heute zum Fünf-Sterne-Superior-Golf- und Wellness-Resort avancierte Hotel von dem Bewusstsein und der Wertschätzung regionaler, traditioneller Architektur sowie von einem behutsamen Umgang mit dem erhaltenen, aber komplett entkernten Bestand charakterisiert. Dieser wurde durch weitere, in Positionierung und Höhe rhythmisierend gestaffelte Baukörper ergänzt, die maßstäblich sensibel in den Landschaftsraum eingefügt sind. Die Einbettung des Freiraums in das Gebäudeensemble – ein essentieller Bestandteil des Entwurfs – gelang mittels Terrassen und einem der Schwimmhalle vorgelagerten Infinity-Außenpool. Symbiotisch mit den Gebäuden verbunden, grenzen sich diese neuen Bauelemente eindeutig vom Landschaftsraum ab.

Nähert man sich dem Ensemble, könnte man – ganz im Sinne des Konzepts, das den Archetypus eines Gehöfts aus einzelnen und in Gruppen stehenden Satteldachhäusern zitiert – meinen, ein solches vorzufinden. Doch dann ist da das anziehende Licht, das dem Besucher im Außenraum mit einladender Geste entgegenströmt. Nein, dies hier ist kein Ort landwirtschaftlicher Nutzung, sondern eine Stätte überbordenden Wohlbehagens, will die warme Lichtatmosphäre signalisieren.

Grund- und Akzentbeleuchtung von 35.000 qm Bruttogeschossfläche mit nur drei Produktfamilien

In der elegant und wohnlich möblierten Lobby mit gläsernem Haupteingang im Norden und rückwärtiger, zu der großen Terrasse im Süden weisender Glasfassade, wird die Allgemeinbeleuchtung von justierbaren Palco-Strahlern generiert, die in der offenen Satteldachkonstruktion an einer auf einem Unterzug befestigten Stromschiene montiert sind. Der Rezeptions- und die Informationstresen werden zusätzlich von kleinen, in die dort abgehangenen Decken integrierten Laser Blade-Downlights erhellt, die blendungsminimiertes Licht für die Arbeit an den Bildschirmen liefern. Während sich diese Architekturleuchten völlig dezent zeigen und nur ihr Licht wirken lassen, nimmt eine von den Lichtplanern gemeinsam mit den Innenarchitekten von JOI-Design und einem Hersteller hochwertiger Glas-Sonderleuchten entworfene Schwarm-Installation aus 120 in verschiedenen Höhen abgependelten Kristallglasblasen den Blick geradezu gefangen. Jede der Kugeln, deren Oberflächen mit Craquelé,

Sandstrahl- und Platinmalerei veredelt sind, verfügt über eine eigene kleine Lichtquelle, so dass der Schwarm den Raum auf 216 qm Fläche funkeln lässt.

Laser Blade System53 legt den Fokus auf die Lichtwirkung

Der neu gebaute Ostflügel, dessen Nordfassade komplett verglast ist, nimmt 53 nach Süden weisende Zimmer auf, die man über einen langen Flur erreicht. Hier wählten die Planer von Notholt Lighting Design das Laser Blade System53, einen modular mit Strahlern bestückbaren rahmenlosen Einbaukanal, den OMA für iGuzzini entworfen hat. Das Strukturprofil aus stranggepresstem Aluminium und schwarzem Finish ist im Wechsel mit verschwenkbaren Laser Blade High-Contrast-Optiken Wide Flood zur Wandaufhellung und Medium zur Beleuchtung der Türbereiche bestückt. Erst bei Durchschreiten des Flures dimmen die mit Präsenzmeldern versehenen stark gedimmten Strahler hoch. Da der Lichtaustritt über die Flurlänge nicht sichtbar ist, erfasst das Auge nur den schön erleuchteten Boden, die Reflexionen an den Wänden und das Akzentlicht, das an den Türen die Orientierung unterstützt.

Zurück in der Lobby geht es rechter Hand zu einem ebenfalls mit Laser Blade System53 und zusätzlichen Laser-Strahlern beleuchteten Flur, welcher die Tagesbar und Bar, zwei Restaurants und den neu gebauten großdimensionierten Konferenz- und Bankettbereich erschließt. Im Luxus-Restaurant Ösch Noir führt ein langer Flur an der mit Glas abgeschirmten Showküche entlang in den Essraum. Dort wurden kreisrunde Sitzinseln ausgebildet, die nach einer Idee der K & P Planungsbüro GmbH von Glaskugelvorhängen umschlossen sind. Für ihr zauberhaftes Funkeln sorgt eine elliptische Anstrahlung mittels kleiner Downlights aus der Laser-Familie, die ebenso wie die Glaskugelbänder in runden Deckenkanälen montiert sind. Ein weiteres Laser-Downlight beleuchtet zentral die Tischfläche. Die dezente Beleuchtung unterstützt das gehobene Ambiente des Restaurants und zeigt sich auch in der Außenansicht durch die südliche Glasfassade stimmungsvoll.

Variable Beleuchtung für das Konferenzzentrum

Das neue Konferenzzentrum im Südwesten des Ensembles bietet auf zwei Geschossen vier Tagungsräume unterschiedlicher Größe und einen Board Room. Die Beleuchtung mit Laser Blade-High-Contrast-Modulen und homogenen iN30-Lichtlinien, die wiederum in das Laser Blade System53 integriert sind, ermöglicht unterschiedliche Lichtatmosphären mit ausschließlich gerichtetem oder diffusem Licht, resp. einer Mischung beider Beleuchtungsarten. Damit kann auf eine Vortragssituation lichttechnisch ebenso professionell reagiert werden wie auf entspannte Teamarbeit oder eine Businessbesprechung.

Das Highlight des Konferenzzentrums ist ein 400 qm großer Bankettsaal mit modernster technischer Ausstattung. Dazu gehört auch der große quadratische akustisch wirksame Plafond, der über den Stuhlreihen schwebt und für Veranstaltungen mit erhöhten akustischen Anforderungen heruntergefahren wird. Er ist mit kleinen Laser-Strahlern bestückt, deren Lichtszenarien auf die unterschiedlichen Bestuhlungsmöglichkeiten abgestimmt sind. Zusätzliche dekorative Glasleuchten verwandeln den Plafond bei festlichen Veranstaltungen in einen Kronleuchter. Die Grundbeleuchtung der Raumbereiche entlang der Außenfassaden – außerhalb des Plafonds – erfolgt über schwarze Palco-Strahler von iGuzzini, die an unsichtbar in Lichtkanälen integrierten Stromschienen montiert sind.

Die Grundbeleuchtung des Luxus-Resort ist so ruhig und klar wie das architektonische Konzept. Denn aufgrund der lichttechnischen Vielseitigkeit, welche die umfassenden Produktfamilien von iGuzzini bieten, konnten sich die Planer auf nur drei beschränken. Allen Leuchten gemeinsam ist die ausgezeichnete Blendungsminimierung, die zu einem genussvollen Aufenthalt frei von jeglichen Störungen beiträgt. Damit ist die Beleuchtung das i-Tüpfelchen im Wellness-Konzept des Resorts.

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