Hadi Teherani erhält Bundesverdienstkreuz

Manuel Pestalozzi
14. diciembre 2020
Hadi Teherani stammt aus dem Iran und wuchs in Deutschland auf. Er konnte wichtige Projekte in etlichen deutschen Großstädten realisieren und ist auch im Ausland erfolgreich. (Foto © Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen)

Der Architekt und Designer durfte das Verdienstkreuz am Bande aus den Händen Dr. Dorothee Stapelfeldts, der Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, entgegennehmen. Er hat in den vergangenen Jahrzehnten verschiedene Städte Deutschlands gestalterisch mitgeprägt.

Verdienstorden werden in Deutschland vom Bundespräsidenten an in- und ausländische Bürger*innen für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen, sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik. Das Verdienstkreuz am Bande gilt als „Erstauszeichnung“, auf die weitere Ausführungen wie das Verdienstkreuz erster Klasse, das Große Verdienstkreuz, das Große Verdienstkreuz mit Stern, das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, das Großkreuz oder die Sonderstufe des Großkreuzes folgen könnten.

Hadi Teherani gesellt sich zu den 31 Architekturschaffenden, die bisher mit einer dieser Auszeichnungen geehrt wurden. Mit seiner Architektur habe er einen außerordentlichen kreativen und künstlerischen Beitrag zur Attraktivität Hamburgs geleistet, begründete Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, die Verleihung anlässlich der feierlichen Übergabe am 9. Dezember im Rathaus der Hansestadt. „So wirken zum Beispiel seine Tanzenden Türme, die Rickmers Holding, das Dockland und das Deichtorcenter heute so, als hätten diese Wasserlagen nur auf genau diese Bebauungen gewartet“, lobte sie das Werk des 1954 in Teheran geborenen, aber in Hamburg aufgewachsenen Architekten. „Die darin spürbare Einfühlung in einen Bauort samt seiner Geschichte sowie die gestalterischen Antizipation der Nutzung eines Gebäudes kennzeichnen Teheranis ganzheitliche Herangehensweise. Was er auf diese Weise entstehen lässt, ist beseelte Architektur. Da er dabei immer auch als kultureller Vermittler agiert und das urbane Publikum einbezieht, kann Hadi Teherani mit Fug und Recht als Gesellschaftsgestalter bezeichnet werden.“

Der Erfolg Teheranis beschränkt sich unterdessen nicht auf Hamburg – auch in anderen deutschen Städten wie Köln, Freiburg, Düsseldorf, Augsburg, Duisburg und München wurden Projekte aus seiner Feder umgesetzt. Ebenso trug er zur Gestaltung um Frankfurts Flughafen und im Hafengebiet der Stadt wesentlich bei. Und außerhalb Deutschlands finden sich Bauwerke von ihm in Abu Dhabi, Dubai, London, Moskau, Mumbai, Rom, Tokio und auch in Teheran. Wertschätzend hervorgehoben wurde im Zuge der Auszeichnung schließlich auch Hadi Teheranis Tendenz, über die Grenzen der Architektur hinauszudenken und als Produktdesigner auch die Gestaltung der Innenräume in seine Architektur mit einzubeziehen. Sein ganzheitlicher Ansatz wirke tief in die Gebäude hinein, hieß es seitens der Stadt Hamburg.

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