© Stefan Klomfass, Frankfurt
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Gleichrichterwerk Rennbahnstraße

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Standort
Frankfurt am Main
Jahr
2007
Fotos
Stefan Klomfass

Betriebsgebäude gehören zur technischen Infrastruktur einer Stadt wie Leitungen und Masten. Im Gleichrichterwerk Rennbahnstraße in Frankfurt am Main wird die Kraftwerksspannung zur Fahrspannung für Straßenbahnen transformiert. Oft werden Betriebsgebäude ohne jeglichen Gestaltungsanspruch erstellt, in der kurzsichtige Annahme, somit wirtschaftlicher zu bauen. Diese belanglosen Gebäudehüllen stellen oftmals Keimzellen für Verwahrlosung und Vandalismus dar und verursachen auf Dauer stetig Renovierungskosten, ohne jemals eine tatsächliche Qualität zu erreichen. Beim vorausgegangenen gemeinsamen Projekt (U-Bahnstation Frankfurt-Heddernheim) wurde die Erfahrung gemacht, dass mit entsprechender Oberflächenausbildung Vandalismus vorgebeugt werden kann. Daher entschied sich der Auftraggeber, die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main VGF, am Rande der Pferderennbahn in Niederrad erneut für eine nachhaltige Gestaltung. Die Architekten sahen über dem monochrom im VGF-Farbton „Verkehrsorange RAL 2009“ eingefärbten Gebäudekern aus Stahlbetonfertigteilen im Abstand von 11cm eine Gitterrostfassade vor. Diese tiefe Fassade stellt für Graffiti und Wildplakatierung einen ungeeigneten Untergrund dar. Die Gitterrostfassade besteht aus Einzelflächen mit unterschiedlichen Tragstababständen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Transparenzen, d.h. je nach Blickwinkel tritt die Farbigkeit des Gebäudekerns hervor. So machen sich die Architekten den Bewegungsfluss des Betrachters zunutze, welcher als Verkehrsteilnehmer und somit in Bewegung, das Gleichrichterwerk niemals als statisches Objekt sieht. Vielmehr bietet sich dem Betrachter eine Folge von Kontrastwechseln, durch welche der monochrome Kubus unterschiedlich intensiv hervortritt. Die Gitterrostfassade ist im Wartungsfall abnehmbar.

Bauvolumen
60.000 EUR

Auszeichnungen
Martin-Elsässer-Plakette, 2008
Deutscher Verzinker Preis 2009, 2.Preis

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