Architekturmuseum als Impulsprogramm

Juho Nyberg
1. August 2020
Zu klein: das aktuelle Architekturmuseum in Helsinki (Foto: Mahlum via Wikimedia Commons, PD)

Die finnische Regierung unterstützt das Projekt eines neuen, größeren Architekturmuseums in Helsinki. Der geplante Standort ist bereits bekannt.

Schon länger wird über ein neues Architektur- und Designmuseum in Helsinki nachgedacht. Der aktuelle Standort des Architekturmuseums in einem ehemaligen Schulhaus aus dem Jahr 1894 an der Kasarminkatu ist schlicht zu klein, derweil das Designmuseum auf vier Standorte verteilt ist.

Der Idee, die beiden Ausstellungen zusammenzubringen, wird schon seit längerem diskutiert. Nachdem es eine gute Weile sehr ruhig war, ist das Architektur- und Designmuseum nun wieder in den Schlagzeilen und scheint der Realisierung einen entscheidenden Schritt näher gekommen zu sein: Aus dem finnischen Nachtragshaushalt von insgesamt 1,3 Milliarden Euro zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie wurden 60 Millionen dem Museum für Architektur und Design zugewiesen. Ein ähnlicher Betrag wird auch von der Stadt Helsinki erwartet.

Bekannter Standort

Der jüngste Bericht über das Museumsprojekt wurde im Frühjahr 2019 fertiggestellt. Seitdem wird auf Entscheidungen gewartet, um das Projekt voranzubringen. Das Ziel ist, die bedeutendste und umfassendste Kernausstellung von Architektur und Design in den nordischen Ländern zu schaffen. Die Stadt Helsinki ist bereit, dem Museum einen prestigeträchtigen Standort im Südhafen (Eteläsatama) zu geben. Die Parzelle hatte in der Vergangenheit bereits große Bekanntheit erlangt im Rahmen des Projekts „Guggenheim Helsinki“, das letztlich trotz ausgetragenem und prämiertem Architekturwettbewerb beerdigt wurde. Dass der Standort jetzt für das Architektur- und Designmuseum ins Spiel kommt, zeugt vom großen Interesse, das betreffende Gebiet zu entwickeln. Derzeit wird von einer Eröffnung des Museums im Jahr 2025 ausgegangen.

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